Neue Porträts von Schöneweider Senior*innen

Schwatzen

Das ehemalige Arbeiterviertel Berlin Schöneweide wandelt sich rasant.

Die monumentalen Industriebauten verwahrlosen oder werden zu teuren Ateliers. Eine vierspurige Straße soll durch die Wuhlheide führen, die Bewohner*innen werden heterogener und Niederschöneweide ist der derzeit teuerste Ort für Wohnen in Treptow-Köpenick.

Was sagen die, die seit Jahrzehnten hier wohnen? Wie erlebten die Menschen den Zusammenbruch der Großindustrie nach der Wende? Wie erleben sie den heutigen Wandel?

Sie erzählen vom Blei im Boden und vom Rodeln auf Trümmern. Vom Ruß auf den Hemden und von betäubendem Maiglöckchenparfüm. Und sie erzählen von Wohnungskündigung wegen Eigenbedarf.

Ein Schwatz ist ein flüchtiger Berührungspunkt mit jemandem, der/die andere Ansichten zu der Welt haben kann als man selbst. Für Frau Schubert bedeutet Schwatzen: einander begegnen, aufeinander zugehen, miteinander ins Gespräch kommen.

Die Porträts erkunden das Phänomen, dass unser Gedächtnis keine Datenablage, sondern ein Geschichtenerzähler ist.

Die Ausstellung wird zum zweiten mal und mit neuen Fotografien von Anna Pawlicki und Texten der Porträtierten im Industriesalon gezeigt.

Kommen sie zur Vernissage am 14.November ab 16Uhr im Industriesalon Schöneweide.

Fotos: Anna Pawlicki
Texte: die Porträtierten

Das Projekt wird gefördert durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick.

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